TRANSPERSONALE PSYCHOLOGIE

Transpersonal bedeutet "das Persönliche überschreitend".  Die Transpersonale Psychologie richtet sich auf das gesamte Spektrum des Bewußtseins und ist in den 60er Jahren in den USA entstanden. Die europäischen Wurzeln finden sich schon seit Anfang dieses Jahrhunderts in den Arbeiten von C.G.Jung, Viktor Frankl, Roberto Assagioli und Karlfried Graf Dürckheim.

Für Stanislav Grof (Grof, 1987, S. 64), einen Mitbegründer der Internationalen Transpersonalen Gesellschaft bedeutet "transpersonal" die "erlebnismäßige Ausdehnung oder Erweiterung des Bewußtseins über die gewöhnlichen Grenzen des Körper-Ich sowie über die Beschränkungen von Raum und Zeit".

Mit Transpersonal wird aber auch die Wertschätzung der spirituellen Seite der Psyche in Verbindung gebracht. Die Transpersonale Psychologie bezieht in ihr Ideengut die Erfahrungen und das alte Wissen der spirituellen Traditionen und Weisheitslehren mit ein, wobei sich diese Art der Religiosität nicht auf dogmatische Lehrgebäude stützt, sondern auf die innere Beziehung und persönliche Erfahrung.

Auszug aus der Homepage von Österreichischer Arbeitskreis für Transpersonale Psychologie und Psychotherapie:

www.transpersonal.at

Von der Welt wegblicken,
das hilft nicht zu Gott.
Auf die Welt hinstarren,
hilft auch nicht zu ihm.
Aber wer die Welt in ihm
schaut, steht in seiner
Gegenwart.

Martin Buber

In den letzten Jahren gibt es ein deutlich zunehmendes Interesse für transpersonale und spirituelle Bereiche, welches auch vor der Psychotherapie nicht haltgemacht hat. Darin manifestiert sich die Suche jedes Menschen nach dem Sinn seiner Existenz. Wann beginnt das Leben? Woher kommen wir, wohin gehen wir? Wie verhält es sich mit dem Schicksal? Was bedeutet der Tod für das menschliche Dasein? Existieren wir in irgend einer Form weiter? Welchen Sinn haben Krisen, Kriege, schwere Krankheiten oder Katastrophen? Diese Fragen sind in uns. Zumeist gehen sie in der Hektik des Alltags unter. Hin und wieder brechen sie auf, wenn wir Augenblicke des Glücks erfahren oder eine schwere Krise durchleben. Wenn wir uns auf diese Fragen einlassen, kann daraus ein Weg entstehen, der in spirituellen Traditionen als Weg zum innersten Selbst bekannt ist. Allmählich können wir erkennen, wie das Persönliche und Individuelle in ein größeres Ganzes eingebettet ist und wir gelassener den Problemen des Alltags begegnen.